Semana Santa

Frohe Ostern an euch alle!!!!!
Hier wird Ostern ganz anders gefeiert als in Deutschland, weshalb ich das Fest irgendwie gar nicht so richtig wahrgenommen habe.
Ostern ist hier das wichtigste Fest im ganzen Jahr (mehr als 70% der Bevölkerung sind Katholiken), weshalb man, obwohl keine Ferien sind, eine Woche schulfrei bekommt. In Costa Rica gehen die religiösen Menschen zu Prozessionen (Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag) und die weniger religiösen fahren an die Strände, um den Prozessionen und so zu entkommen. An den Stränden merkt man auch nicht, dass es illegal ist, an diesem Donnerstag und Freitag Alkohol zu verkaufen, die Leute, die dort Party machen, decken sich einfach davor schon genug ein! :D
Auch wenn das jetzt vielleicht so klingt, als wäre das ein guter Zeitpunkt, als Tourist richtig feiern zu gehen, ist dem nicht so, da der komplette Busverkehr stillsteht und alle Geschäfte (außer dem Pali, der international ist) geschlossen sind. Am Karsamstag ist alles wieder halbwegs normal und von Ostersonntag habe ich, abgesehen davon, dass nach dem Gottesdienst eine Prozession war, nichts gemerkt, da man den hier gar nicht feiert. Kein Osterhase, keine Eier, keine Geschenke, gar nichts.
Ich war mit meiner Familie am Wochenende VOR der eigentlichen "Semana Santa" (wörtl.: heilige Woche) am Strand, weil schon zwei Monate vorher in der Zielregion (wir waren in Jakó alles ausgebucht war. Es war aber echt schön, ich war wieder mal rot (aber nur leicht! C und über Ostern waren wir zu Hause. Jetzt ist wieder Schule, Ostermontag gibt es hier gar nicht, und ich halte morgen ein Referat, weshalb ich jetzt Schluss mache.
Liebe Grüße und ich hoffe, ihr hattet ein tolles Osterfest und habt ganz viel Schokolade bekommen!

1 Kommentar 22.4.14 07:55, kommentieren

Klasse wechseln und Fremdsprachen

Heute habe ich zum dritten mal hier klasse gewechselt. Alle guten Dinge sind drei! :D Naja, jetzt dachte ich mir, ich schreibe mal was darüber.
Das erste mal habe ich nach zwei Tagen an meiner ersten Schule Klasse gewechselt, weil man mich, ohne mich zu fragen, in die Englisch-Klasse (in der Zehnten wählen die Schüler hier eine Fremdsprache weiter und eine ab) geschickt hatte. Es gehen sonst wohl alle anderen Deutschen in Englisch, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, weil der Sprachunterricht an den öffentlichen Schulen miserabel ist (das englische Alphabet lernt man beispielsweise erst als Senior und keiner in meiner klasse konnte irgendeine Farbe auf Französisch sagen) und die Noten in Deutschland sowieso nicht zählen. Ich bin jedenfalls ins Sekretariat gegangen und habe gesagt, dass ich Klasse wechseln will, woraufhin eine Aufseherin (das sind die Leute, die gucken, ob du deine Schuluniform richtig trägst und so, auf Spanisch heißen sie auxiliares) bei meiner Klasse, 10.9, die neun wegradiert und eine 2 hingeschrieben hat. Dann sagte sie mir, wo ich meinen neuen Stundenplan bekomme und am nächsten Tag hatte ich Französisch. Okay, hatte ich nicht, weil die Französisch-Lehrerin nicht da war und ich innerhalb von zwei Monaten einmal Französisch hatte, aber ich war in der neuen Klasse.
Der zweite Klassenwechsel war, als ich Schule gewechselt habe. Aber darüber existiert bereits ein Post.
Zum dritten Mal habe ich heute meine Klasse gewechselt, als ich in der Mittagspause endlich mit der Direktorin sprechen konnte. Ich war mit Mariadelia, einer Freundin und Nachbarin von mir (und in der 11. Klasse) dort und es war wieder ein Zwei-Minuten-Gespräch. Alles, was die Direktorin gesagt hat, war, dass es okay ist und ich keine neue Uniform kaufen muss. Puh. Sonst hätte ich meine jetzige Uniform genau drei Tage getragen (und am Freitag musste ich sie nicht mal tragen). Danach bin ich in den Nachmittagsunterricht mit Mariadelia in meiner neuen Klasse gegangen. Ich war bisher in der zehnten Klasse und bin jetzt in die elfte Klasse gewechselt, einerseits, weil das Niveau des Unterrichts (außer Englisch, aber dazu später) fast genauso ist wie auf öffentlichen Schulen, außer, dass man mehr Übungen macht und auch Denkspiele und Knobel Aufgaben in Mathe. Anderseits, weil in meiner Klasse vier Mädchen waren, die die selbe Klasse besuchen, seit sie zwei sind, und es eben eine Privatschule ist, was bedeutet, dass es auch Mädchen gibt, deren Mütter Unterwäschemodells sind oder solche, die morgens mit ihrem Schoßhündchen an den Schulbus kommen und ihn dort gegen ihre Schultasche, die jemand anders getragen hat, eintauschen. Auf jeden Fall habe ich mehr nette Leute in der 11. Klasse kennengelernt. Kennengelernt habe ich die in meinem Englischkurs, denn während alle anderen Fächer in einer festen Klasse unterrichtet werden, gibt es im Englischunterricht der oberen Klassen (7.-11., also High-School/Colegio) Gruppen die sich nach den Stufen des Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (heißt der so?) richten, das heißt es gibt Gruppen von A1-B2/C1. Eigentlich macht man einen Test, um herauszufinden, in welche Gruppe man am besten passt. Es gehen also auch Schüler der 10. Klasse in Anfänger Gruppen und in B2 ist auch ein Schüler aus der Neunten. Mariadelia ist mit mir zu der Fachschaftsleitung Englisch gegangen, die mich gefragt hat, ob ich Englisch spreche und als ich gesagt habe ja, mich in die B2/C1-Gruppe geschickt hat. Dort gibt es nochmal zwei Gruppen, eine zwischen C1 und C2 und eine B2. Ich wurde zunächst in B2 geschickt, am nächsten Tag aber in die andere Gruppe eingestuft. In dieser Gruppe sind drei oder vier Seniors, so ein Typ aus Texas und ich. Irgendwann war auch mal eine andere Deutsche in der Gruppe, aber die hat schule gewechselt, jetzt kann ich ihr Buch benutzen. :D Da der Lehrer quasi immer bei der anderen Gruppe ist, machen alle, was sie wollen (Vergleiche: SON). An meiner Schule hat man, da sie bilingual ist, mit zwei Jahren Englischunterricht und in Sport einen Amerikaner als Lehrer. Das führt dazu, dass bereits in B2 (oder noch früher?) alle einen amerikanischen Akzent haben, ein paar ohne costa-ricanischen Akzent. Der Rest spricht so ein Mischung, falls irgendjemand versteht, was ich meine. Ich konnte hier zwar bereits an meinem Spanisch, Englisch und Französisch arbeiten, mein Deutsch wird dafür zur Zeit eher schlechter... Ich hoffe, dass man diesen chaotischen Beitrag trotzdem halbwegs verstehen kann und Liebe Grüße!

9.4.14 17:02, kommentieren

Schulwechsel


Gestern habe ich mich an der neuen Schule eingeschrieben. Es ist eine Privatschule, sie heißt Colegio Bilingüe de San Ramón. Sie ist sehr hübsch und liegt auf einem Hügel, weshalb man einen wunderschönen Ausblick hat. Die Schule ist bilingual, was aber nur bedeutet, dass die Leute dort Englisch sprechen können.
Wenn ihr nach den Gründen für den Schulwechsel fragt, erwartet bitte keine Antwort. Ich habe aber gute Gründe, sonst wäre es mir von Intercultura nicht genehmigt worden. Als also feststand, dass ich Schule wechseln werde, hat die Organisation natürlich versucht, mich auf eine andere staatliche Schule zu schicken. Was ich abgelehnt habe. Nach Telefonaten mit TravelWorks, die immer gesagt hatten, dass ich auf eine Privatschule komme, habe ich eine Schule in der Umgebung gesucht (in diesem Fall ist es eine, auf die auch ein anderes Mädchen aus meiner Straße geht) und Intercultura Bescheid gegeben. Die haben dann den Rest geregelt und und gestern hatte ich (gemeinsam mit meiner Familie, inklusive Sebas) das Gespräch mit der Direktorin und der Schulpsychologin, die mich sowas gefragt hat wie "Was sind deine Hobbies?" oder meine Familie"Ist Pia eher ruhig oder laut?". Bei der Frage nach der Nummer des Personalausweises meiner Eltern musste ich allerdings passen. Jetzt geht alles wieder von vorne los, neue Uniform (zum Glück kein Rock!), neue Bücher (eines in Englisch), neue Fächer (Englisch, dafür kein Französisch mehr ), neue Leute und ein neuer Stundenplan, dessen Räume ich jetzt wieder ewig suchen darf. Dafür hoffe ich, dass die Schule besser ist.
Liebe Grüße!!!

3.4.14 19:56, kommentieren

Geburtstag

emotionHeute hat mein kleiner Bruder Geburtstag und ich dachte, das wäre mal der richtige Anlass für dieses Thema.

Mein Bruder hatte heute allerdings außerdem ein Basketballspiel, weshalb wir nicht wirklich gefeiert haben. Nach dem Spiel (das sie leider verloren haben, was wahrscheinlich auch daran lag, dass nur vier Leute aus der Mannschaft erschienen sind) sind wir nach Hause gefahren und waren dann noch auf dem Grundstück von Verwandten, wo es neben einem Pool auch ein Fußballfeld und ein kleines Basketballfeld gibt. Einen Geburtstagskuchen hatte Sebas schon am Freitag, als jemand anderes Geburtstag hatte und wir auch schön für Sebas gesungen haben.

Geburtstage vorzufeiern ist hier kein Problem, eine Cousine von Sebas hat ihren vierten Geburtstag fast eine Woche vorher gefeiert. Die hatte allerdings auch eine Themenparty zu "Disney's Frozen" mit Luftballons in lila, rosa und hellblau, weißen, langen Tischdecken und Geschenkboxen mit den Hauptcharakteren. Auch auf der Torte durften Elsa und Ana natürlich nicht fehlen.

Der Geburtstagskuchen ist in Costa Rica ein zentraler Bestandteil des Geburtstages. Meistens ist der Kuchen, der eher eine Torte ist, sehr groß und mir einem "Alles Gute" versehen. Das Geburtstagskind muss ihn nicht selbst backen, meist stammt er vom Bäcker und wird von einem Gast geschenkt.

Ich persönlich finde die costaricanischen Traditionen zum Geburtstag sehr schön und plane schon meinen nächsten Gsburtstag.

Liebe Grüße!!!

31.3.14 05:31, kommentieren

Erdbeben

Aufgrund der Plattentektonik kommt es in Costa Rica, wie auch in vielen anderen Ländern, mehr oder weniger regelmäßig zu Erdbeben. Meine Mitschüler waren sogar sehr überrascht, als wir im Unterricht lernten, dass es in Deutschland keine Erdbeben gibt. Sie wollen da jetzt alle hinziehen, denn Erdbeben sind wirklich keine schöne Sache, weil der Mensch nicht schuld an ihnen ist und daher auch wenig gegen sie gemacht werden kann. Zusätzlich sind Erdbeben kaum vorhersagbar. Die meisten Leser dieses Blogs kennen Erdbeben wahrscheinlich nur aus den Nachrichten oder dem Geographie-Unterricht, allerdings lernt man auf diesem Weg nur etwas über wirklich schlimme Beben und meist mehr über die Plattenverschiebeungen als deren Folgen für die Menschen.

In dem Ort, in dem ich lebe, gab es im letzten Jahr ein schlimmes Erdbeben, bei dem große Teile der Kirche sowie einige Häuser zerstört wurden. In dem Haus meiner Gastfamilie ist nichts weiter passiert, es sind allerdings ein paar Weinflaschen und Eier zerbrochen, weshalb die Küche danach rot-gelb war, ganz in den Farben der Partei, die die Familie unterstützt.

Während meines bisherigen Aufenthaltes habe ich großes Glück gehabt und noch kein starkes Erdbeben miterleben müssen. Ein paar Tage nach meiner Ankunft war ich mit meiner Familie im Kindermuseum in San José (das ich übrigens nur weiterempfehlen kann!), in dem man sich auf eine Platte stellen kann, die dann wackelt, und so ein Gefühl dafür bekommen kann, wie es ist, wenn die Erde unter einem sich bewegt. Im natur-historischen Museum in London befindet sich ein ähnlicher Simulator, um den sogar noch ein chinesischer Supermarkt gebaut wurde. Und ungefähr so fühlt es sich eben auch an, wenn die Erde aus natürlicher Ursache bebt. Nur, dass das psychische Gefühl anders ist, weil alles wackelt und man weiß, dass man nicht einfach von der Plattform steigen kann und alles ist ruhig. Ich habe bisher zwei Erdbeben miterlebt. Als das erste anfing, war es 2.30 Uhr morgens und ich habe geschlafen. Ich bin auch nur halb aufgewacht, habe realisiert, dass das gerade mein erstes

Erdbeben ist, und habe erneut geschlafen, bevor es vorbei war. Ich bin aber ziemlich froh, dass es so gelaufen ist, denn auf diese Weise wusste ich am nächsten morgen nicht, ob es vielleicht nur ein Traum war, bis meine Gastmutter mich fragte, ob ich Angst hatte. Da ich nicht wirklich wach war, hatte ich wirklich keine Angst. Das zweite Erdbeben war von der Stärke wohl ungefähr wie das erste, für mich aber ganz anders. Es war helllichter Tag, ich war allein zu Hause und gerade im Bad. Der letzte Faktor ist wohl die hauptsächliche Ursache dafür, dass ich auch dieses mal keine Angst hatte, sondern eher genervt war. Außerdem hatte ich mich schon besser eingelebt und Erdbeben gehören zu diesem wunderschönen (und sonnigem! ) Land eben genauso dazu wie die Palmen oder der Strand. Mein drittes Erdbeben war heute während ich in der Dusche war. Ich habe nichts gespürt, was wahrscheinlich daran lag, dass gleichzeitig das Wasser weg war.
Um das noch klarzustellen: Soweit ich weiß wurde bei keinem der drei Erdbeben eine Person ernsthaft verletzt und es entstand kein bzw. nur sehr geringer Sachschaden.
So, das war es dann erst mal wieder, dieser Beitrag stand schon länger aus und ich musste ihn eigentlich nur noch tippen. Leider habe ich heute keinen sonderlich kreativen Tag und zu wenig Schlaf, weshalb das sprachliche Niveau nicht sehr hoch ist (wie eigentlich immer bei meinen Blogs). Rechtschreibfehler tun mir äußerst leid, da mein Computer nicht funktioniert ist mein Handy allerdings die einzige Möglichkeit, hier zu schreiben, und damit geht es nicht besser.
Themenwünsche können übrigens gerne per Mail, WhatsApp (neue Nummer!), Skype, Twitter oder sonstigem geäußert werden (analoge Briefe sind eher schlecht, bisher kam leider noch nichts an), ich habe in meinem Kopf auch eine Liste von Themen, über die ich schreiben möchte und versuche dann, beides abzugleichen.

Liebe Grüße!
 

28.3.14 11:15, kommentieren


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