Die ersten Tage

Mittlerweile habe ich, wie man sieht, zumindest zeitweise Internet. Momentan sind zum Glück noch Ferien, die ich auch voll ausnutze: Entweder ich unternehme etwas mit meiner (super lieben J) Gastfamilie oder treffe mich mit anderen Leuten in meinem Alter, die ich auch durch meine Gastfamilie kenne. Aber am Montag beginnt für mich wieder die Schule und ich habe noch nicht mal schwarze Schuhe für die Uniform… Nun ja. Ich bewohne hier ein wunderschönes Zimmer und das Essen ist einfach genial, selbstgemacht sind Tortillas eben viel besser und Zuckerrohr schmeckt einfach köstlich. Stellt euch schon einmal darauf ein, dass ich als Reis-mit-Bohnenpaste-Kugel zurückrollen werde. Und mit einem stylischen Sonnenstich.

Ich werde dann mal versuchen zusammenzufassen, was ich in meinen ersten Tagen hier so gemacht habe. Zunächst wurde ich nach dem Einführungsseminar von meiner Gastfamilie abgeholt. Wir sind zu meinem neuen Zuhause gefahren, einem wunderschönen Haus, und dann weiter, zur Verwandtschaft der Familie. Dort wurde ich gleich mit einigen kulturellen Unterschieden bekannt gemacht, etwa, dass man mit dem Essen nicht auf die anderen wartet. Hier begründet man das, wie vieles andere, mit „¡Pura Vida!“.J Die Wahlen sind auch ganz anders als in Deutschland. Man feiert die Wahl und „seine“ Partei und die Menschen gehen auf die Straße. Die Leute hier sind generell viel offener als in Deutschland, ich wurde beispielsweise spontan von Personen, die ich nicht kannte, gefragt, ob ich gleich mit zu ihnen nach Hause kommen will. Also, von Leuten, die meine Gastfamilie kannte, damit hier keine falschen Eindrücke entstehen. Was auch genial sind, sind Flora und Fauna. Der Kaffee kommt direkt vom nächsten Berg und die Orangen direkt vom Baum im eigenen Garten. Das alles schmeckt viel besser, wenn es noch keine halbe Weltreise mitmachen musste. Außerdem gibt es viele Mariposas, das sind, auf Deutsch, Schmetterlinge, in unterschiedlichen Farben. Costa Rica fasziniert aber auch durch seine Verschiedenartigkeit der Landschaften. Das Central Valley ist flach, die Region darum herum besteht fast ausschließlich aus Bergen und die Küsten sind wieder eben. Außerdem gibt es in einem Ort zum Beispiel fast ausschließlich Möbelgeschäfte, in einem anderen weiden viele Kühe. Ich bin wirklich froh, dass meine Gastfamilie mir auch ihr Land zeigen will und wir Ausflüge machen. Es war zwar schon eine Umstellung, plötzlich einen sieben Jahre alten Bruder zu haben, aber soweit ich das bisher beurteilen kann, verstehen wir uns super. Wörtlich.

Das war es dann auch erst mal, viele, viele Grüße aus dem sonnigen Costa Rica und bis bald, ¡Pura Vida!


6.2.14 20:44

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