Klasse wechseln und Fremdsprachen

Heute habe ich zum dritten mal hier klasse gewechselt. Alle guten Dinge sind drei! :D Naja, jetzt dachte ich mir, ich schreibe mal was darüber.
Das erste mal habe ich nach zwei Tagen an meiner ersten Schule Klasse gewechselt, weil man mich, ohne mich zu fragen, in die Englisch-Klasse (in der Zehnten wählen die Schüler hier eine Fremdsprache weiter und eine ab) geschickt hatte. Es gehen sonst wohl alle anderen Deutschen in Englisch, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, weil der Sprachunterricht an den öffentlichen Schulen miserabel ist (das englische Alphabet lernt man beispielsweise erst als Senior und keiner in meiner klasse konnte irgendeine Farbe auf Französisch sagen) und die Noten in Deutschland sowieso nicht zählen. Ich bin jedenfalls ins Sekretariat gegangen und habe gesagt, dass ich Klasse wechseln will, woraufhin eine Aufseherin (das sind die Leute, die gucken, ob du deine Schuluniform richtig trägst und so, auf Spanisch heißen sie auxiliares) bei meiner Klasse, 10.9, die neun wegradiert und eine 2 hingeschrieben hat. Dann sagte sie mir, wo ich meinen neuen Stundenplan bekomme und am nächsten Tag hatte ich Französisch. Okay, hatte ich nicht, weil die Französisch-Lehrerin nicht da war und ich innerhalb von zwei Monaten einmal Französisch hatte, aber ich war in der neuen Klasse.
Der zweite Klassenwechsel war, als ich Schule gewechselt habe. Aber darüber existiert bereits ein Post.
Zum dritten Mal habe ich heute meine Klasse gewechselt, als ich in der Mittagspause endlich mit der Direktorin sprechen konnte. Ich war mit Mariadelia, einer Freundin und Nachbarin von mir (und in der 11. Klasse) dort und es war wieder ein Zwei-Minuten-Gespräch. Alles, was die Direktorin gesagt hat, war, dass es okay ist und ich keine neue Uniform kaufen muss. Puh. Sonst hätte ich meine jetzige Uniform genau drei Tage getragen (und am Freitag musste ich sie nicht mal tragen). Danach bin ich in den Nachmittagsunterricht mit Mariadelia in meiner neuen Klasse gegangen. Ich war bisher in der zehnten Klasse und bin jetzt in die elfte Klasse gewechselt, einerseits, weil das Niveau des Unterrichts (außer Englisch, aber dazu später) fast genauso ist wie auf öffentlichen Schulen, außer, dass man mehr Übungen macht und auch Denkspiele und Knobel Aufgaben in Mathe. Anderseits, weil in meiner Klasse vier Mädchen waren, die die selbe Klasse besuchen, seit sie zwei sind, und es eben eine Privatschule ist, was bedeutet, dass es auch Mädchen gibt, deren Mütter Unterwäschemodells sind oder solche, die morgens mit ihrem Schoßhündchen an den Schulbus kommen und ihn dort gegen ihre Schultasche, die jemand anders getragen hat, eintauschen. Auf jeden Fall habe ich mehr nette Leute in der 11. Klasse kennengelernt. Kennengelernt habe ich die in meinem Englischkurs, denn während alle anderen Fächer in einer festen Klasse unterrichtet werden, gibt es im Englischunterricht der oberen Klassen (7.-11., also High-School/Colegio) Gruppen die sich nach den Stufen des Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (heißt der so?) richten, das heißt es gibt Gruppen von A1-B2/C1. Eigentlich macht man einen Test, um herauszufinden, in welche Gruppe man am besten passt. Es gehen also auch Schüler der 10. Klasse in Anfänger Gruppen und in B2 ist auch ein Schüler aus der Neunten. Mariadelia ist mit mir zu der Fachschaftsleitung Englisch gegangen, die mich gefragt hat, ob ich Englisch spreche und als ich gesagt habe ja, mich in die B2/C1-Gruppe geschickt hat. Dort gibt es nochmal zwei Gruppen, eine zwischen C1 und C2 und eine B2. Ich wurde zunächst in B2 geschickt, am nächsten Tag aber in die andere Gruppe eingestuft. In dieser Gruppe sind drei oder vier Seniors, so ein Typ aus Texas und ich. Irgendwann war auch mal eine andere Deutsche in der Gruppe, aber die hat schule gewechselt, jetzt kann ich ihr Buch benutzen. :D Da der Lehrer quasi immer bei der anderen Gruppe ist, machen alle, was sie wollen (Vergleiche: SON). An meiner Schule hat man, da sie bilingual ist, mit zwei Jahren Englischunterricht und in Sport einen Amerikaner als Lehrer. Das führt dazu, dass bereits in B2 (oder noch früher?) alle einen amerikanischen Akzent haben, ein paar ohne costa-ricanischen Akzent. Der Rest spricht so ein Mischung, falls irgendjemand versteht, was ich meine. Ich konnte hier zwar bereits an meinem Spanisch, Englisch und Französisch arbeiten, mein Deutsch wird dafür zur Zeit eher schlechter... Ich hoffe, dass man diesen chaotischen Beitrag trotzdem halbwegs verstehen kann und Liebe Grüße!

9.4.14 17:02

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